SARS-CoV-2 / COVID-19: Prävention durch integrative Therapieansätze

Veröffentlicht am: 8. Mai 2020
Autoren: Prof. Dr. Burkhard Schütz, MSc ETH Michelle Passarge
Ihr Kommentar und Dossier-Bestellung: am Schluss des Blog

Das Coronavirus wird uns noch viele Monate begleiten. Auch wenn die Letalität nach der aktuellen Heinsberg-Studie [1] oder einer neuen Veröffentlichung im New England Journal of Medicine [2] deutlich niedriger sein könnte, als bislang angenommen, bleibt ein Problem jedoch unverändert bestehen: es gilt ältere Menschen und Risikogruppen zu schützen und das über Monate, vielleicht Jahre.

Da es bislang weder wirksame Medikamente noch Impfungen gibt, kommt neben Maßnahmen zur Infektionsvermeidung durch Hygiene und gezielte Testungen (SARS-CoV-2-PCR und Antikörperteste) vor allem der Prävention eine besondere Bedeutung zu. Hier hat gerade unsere integrative Medizin einiges zu bieten. Sie ist imstande, das Immunsystem der Menschen zu stärken und antivirale Ab­wehr­mechanismen anzuregen.

Hierzu habe ich in unserem neuen biovis-Folder zu SARS-CoV-2 / COVID 19 bereits konkrete Ansätze vorgeschlagen. In öffentlichen Diskussionen werden unsere Ansätze immer wieder als unwirksam und nicht zielführend abgetan. Gerade deshalb wollen wir Ihnen hier die wichtigsten Substanzen vorstellen und deren Wirksamkeit mit zahlreichen, zum Teil sehr aktuellen Studien belegen. Sie sollen darin bestärkt werden, dass „unsere Medizin“ effektiv ist und das zu leisten vermag, was gerade jetzt gebraucht wird: präventiv vor einer Virusinfektion schützen oder unsere Abwehr gegen virale Infektionen stärken. Integrative Medizin ist heute wissenschaftlich fundiert, auch das wollen wir mit unserer kleinen Serie unterstreichen.

Gestatten Sie mir noch eine Bemerkung: Messen – Therapieren – Messen! Das war und ist unser Prinzip.

Eine Therapie mit den nachfolgend beschriebenen Stoffen muss immer gezielt erfolgen. Wahllose, unkontrollierte Gaben von Melatonin, Vitaminen oder Mikronährstoffen schaden oft mehr, als sie helfen. Man sollte wissen, was man tut. Ein „Zuviel“ ist oft genauso schlecht, wie ein „Zuwenig“.

Einleitung

Das Coronavirus (CoV) ist ein Erreger, der in erster Linie die menschlichen Atemwege angreift. Die Ausbrüche des schweren akuten respiratorischen Syndroms (SARS) im Jahr 2002/2003 und des respiratorischen Syndroms des Nahen Ostens (MERS) im Jahr 2012 haben gezeigt, was geschehen kann, wenn Coronaviren Artengrenzen überschreiten und Menschen infizieren [3]. Im Dezember 2019 wurde in China ein neuartiges, grippeähnliches Coronavirus (SARS-CoV-2) entdeckt, das mit den Coronaviren MERS und SARS verwandt ist [4]. Ausgehend von der chinesischen Provinz Hubei entwickelte sich COVID-19 im Januar 2020 in China zu einer Epidemie und breitete sich schliesslich weltweit aus. Am 27. Januar wurde der erste Infektionsfall in Europa (Bayern) gemeldet und am 30. Januar 2020 rief die WHO die internationale Gesundheitsnotlage aus [5]. Am 9. Februar 2020 über­stieg die Zahl der mit COVID-19 assoziierten registrierten Todesfälle mit über 8000 die Gesamt­zahl der Todesfälle der SARS-Pandemie von 2002/2003. Anfang März meldete die WHO erstmals über 100’000 Infizierte weltweit, woraufhin die WHO am 11. März 2020 die bisherige COVID-19-Epidemie offiziell zu einer Pandemie erklärte [6].

Klinische Symptome und Pathogenese von COVID-19

Das Genom von COVID-19 besteht aus einer einzelsträngigen (+)ssRNA. Sequenzanalysen haben gezeigt, dass es eine mehr als 82%ige Homologie mit dem SARS-Coronavirus aufweist und zu mehr als 50 % mit dem MERS-Virus identisch ist. Ebenso wie das SARS-CoV und das MERS-CoV gehört auch COVID-19 zum Cluster der β-Coronaviren. [7]

Patienten, die mit COVID-19 infiziert waren, zeigten einen Mangel an Lymphozyten, abnorme Atemwegsbefunde und erhöhte Spiegel von pro-inflammatorischen Zytokinen im Plasma [8]. Die mit SARS-Coronaviren assoziierte Virulenz und Pathogenität entwickelt sich aufgrund der viralen Aktivierung des zytoplasmatischen NLRP3-Imflammasoms. Dieses Inflammasom setzt mit Hilfe von aktivierten Makrophagen und Th1-Immunzellen vermehrt pro-inflammatorische Zytokine frei, die zu einer überschießenden Entzündungsreaktion führen [9]. Diese verstärkte Ausschüttung der Zytokinen (Zytokinsturm), die v. a. im Lungengewebe stattfindet, führt zu schweren entzündlichen Er­krankungen, zu Infektionen der unteren Atemwege, Lungenentzündung und schwerer Atemnot. [10]

Die bis dato berichtete Todesfallrate von COVID-19 Patienten liegt zwischen 1,4 % und 3,4 % [11, 12]. Geht man davon aus, dass die Zahl der asymptomatischen oder minimal symptomatischen Fälle um ein Mehrfaches höher ist als die Zahl der gemeldeten Fälle, kann die Sterblichkeitsrate deutlich unter 1 % liegen [2]. Dies deutet darauf hin, dass die klinischen Gesamtfolgen von COVID-19 letztlich eher denen einer schweren saisonalen Grippe (mit einer Todesfallrate von etwa 0,1 %) oder einer pandemischen Grippe (wie 1957 und 1968) ähneln als einer Krankheit wie SARS oder MERS, die Sterblichkeitsraten von 9 bis 10 % bzw. 36 % aufwiesen [13]. Zu einem ähnlichen Schluss kommen auch erste Vorabergebnisse der Heinsberg-Studie, die von einer COVID-19-Letalitätsrate von 0,37 % und Mortalität bezogen auf die Gesamtpopulation von 0,06 % ausgeht [1].

Der Ausbruch von COVID-19 hat die öffentliche Gesundheit, die Forschung und die medizinische Gemeinschaft vor entscheidende Herausforderungen gestellt. Da es bislang weder wirksame Medikamente noch Impfungen gibt, kommt neben Maßnahmen zur Infektionsvermeidung durch Hygiene, körperliche Distanzierung und gezielten Testungen (SARS-CoV-2-PCR und Antikörperteste) vor allem der Prävention eine besondere Bedeutung zu. Hier hat gerade die integrative Medizin einiges zu bieten. Sie ist imstande das Immunsystem der Menschen zu stärken und antivirale Ab­wehr­mechanismen anzuregen.

Basierend auf bisher vorliegenden Studien, bekannten Virulenzmechanismen von COVID-19 und gesammelten Daten über Coronaviren im Allgemeinen, erweisen sich folgende Ansätze der integrativen Medizin als sinnvoll zur Prävention einer COVID-19-Infektion.

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