SSAAMP-Kongress im Seminarhotel Bocken am 16. Mai 2026
Programm auf der Site www.ssaamp.ch

Veröffentlicht: 23. März 2026
Autor: Dr. med. Simon Feldhaus, Präsident SSAAMP
In den letzten 50 Jahren haben sich systematische Denkfehler in die klassische Medizin eingeschlichen. Es gibt Bereiche, in denen Patienteninteressen zu Gunsten von Marktinteressen zurückgeschraubt werden. Viele Fehler, die alle Bereiche der Medizin durchziehen, sind auf ein Fehlverständnis in Auswertung und Interpretation von Forschung zurückzuführen. Erkennt man diese Fehler, ändert man das Verhalten – was dazu führt, dass man eine Medizin betreibt, die für die Patienten wieder Sinn macht.
Die gelehrte Schulmedizin beschränkt sich in therapeutischer Hinsicht vorwiegend auf die Prinzipien der Kompensation und des Antagonismus. Wir sprechen also von Prinzipien, die meist das Blockieren von funktionellen Abläufen oder die Ergänzung fehlender Substanzen im Sinne einer Substitutionstherapie zum Ziele haben.
Wiederholte Einsätze solcher Behandlungen bewirken trotz oberflächlicher Symptombeseitigung oft einen hintergründigen Einbruch funktioneller Gleichgewichte und führen ihrer körperfremden Eigenschaften wegen häufig zu erheblichen Nebenwirkungen. Die Schulmedizin ist vorwiegend eine Organmedizin, und die Prinzipien isolierter Organdiagnostik und Organtherapie schliessen eo ipso eine ganzheitliche Therapie aus.
Bei solchem Vorgehen wird bei der Behandlung bestimmter Organsysteme die Ganzheit denkerisch und methodisch ausgeblendet und das sogar für den Fall, wenn verschiedene Organe gleichzeitig und additiv therapeutisch angegangen werden. Zur Veranschaulichung dieses Problems kann man sich ein von einem Baum abgetrenntes Laubblatt vor Augen halten, welches zur genaueren Analyse in verschiedene Teile zerschnitten wird. Ein blosses, allenfalls auch raffiniertes Zusammenfügen der einzelnen Blatt-Teile ergibt nie mehr das vormalige Ganze eines lebendigen Laubbaumes.
SSAAMP Kongress 2026, Chapter 4, Prof. Nawroth (Referent)
Der «Hippokratische Eid» ist zum Feigenblatt verkommen, im Angesicht der Strukturen eines durchideologisierten Systems, das Patienten nicht als Individuen betrachtet, sondern als Objekte, die für die Eigeninteressen von Fachgruppen, Fachgesellschaften und sogenannten Sektoren missbraucht werden. Es geht um die Meinungsmacht von Ärzten und deren Organisationen, Fehlinterpretationen der Wissenschafts-Medizin eingeschlossen um Ethik und Patientenwohl geht es kaum noch.
Professor emeritus Dr. Dr. h.c. Peter Nawroth, Mediziner, hochdekorierter Experte und Mitglied der Leopoldina berichtet in seinem Vortrag von seinen Erfahrungen und Beobachtungen aus dem Inneren des Medizinbetriebs. Er räumt auf mit dem Nimbus der Wissenschaft Medizin, die nur noch ein Torso ihrer ursprünglich ethischen Veranlassung ist. Peter Nawroth deckt auf, wie sich durch Ideologisierung der Wissenschaft die Medizin von ihrem eigentlichen Auftrag entfernt hat eine kompetente und kristallklare Auseinandersetzung mit Strukturen, Wissenschaftlern und Managern, die die Gesundheit der Menschen gefährden und die Freiheit der Bürgerpatienten missachten.
Für die SSAAMP,
Dr. med. Simon Feldhaus, Präsident SSAAMP
SSAAMP-Kongress im Seminarhotel Bocken am 16. Mai 2026
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