Immun-Aging und Psychoneuroimmunologie

Warum dieses Thema aktueller ist, denn je – Sonder-Fortbildung im Seminarhotel Bocken, Horgen am 28. August 2025

Veröffentlicht: 28. Juli 2025
Autor: Simon Reichel, Med. pract. FMH, Allgemeine Innere Medizin

Ein kurzer persönlicher Impuls zur Einstimmung auf unsere bevorstehende SSAAMP Sonderfortbildung „ImmunAging“ am 28.08.2025 – mit den Experten der Psycho- Neuroimmunologie – ein zentrales Gesundheitsthema:


In einer Zeit, in der chronische Erkrankungen, emotionale Erschöpfung und diffuse Beschwerden bei scheinbar gesunden Menschen zunehmen, rückt ein Fachgebiet zunehmend ins Zentrum des medizinischen und psychologischen Interesses: die Psychoneuroimmunologie.


Sie untersucht die Wechselwirkungen zwischen Psyche, Nervensystem, Immunfunktion – und damit im Grunde das Zusammenspiel zwischen dem, was wir fühlen, denken, erleben und dem, was in unserem Körper passiert.


Ich selbst beschäftige mich seit vielen Jahren mit genau diesen Zusammenhängen – zunächst als Arzt auf der Suche nach versteckten Ursachen chronischer Beschwerden, später in der Entwicklung eines eigenen Diagnostik- & Therapie-Modells, das körperliche, emotionale und kognitive Prozesse nicht isoliert betrachtet, sondern als dynamisches Zusammenspiel einer inneren Gemeinschaft – wie eine Wohngemeinschaft (WG) aus Körper, Seele und Selbst. Dieses Konzept – das SRPM- Modell („Systemic Regulation of Partnered Minds“, oder „Simon Reichel Proaktive Medizin“) – ist mein Beitrag zu einer systematischeren Herangehensweise an ganzheitliche Gesundheit.


Warum ist die Psychoneuroimmunologie so bedeutsam für unsere Gesamtgesundheit?


Weil unser Immunsystem nicht autonom und statisch arbeitet, sondern hochsensibel auf Reize aus unserem psychischen, sozialen und körperlichen Umfeld reagiert. Jede Immunantwort ist auch eine Antwort auf Stress, Schlafmangel, Isolation, Überforderung – oder im positiven Sinne: auf Geborgenheit, Sicherheit und soziale Resonanz.

Der wissenschaftliche Begriff dafür: Immun-Aging. Gemeint ist damit die alters- und stressbedingte Veränderung unserer Immunzellen, die mit einer erhöhten Anfälligkeit für Infekte, Autoimmunprozesse, chronische Entzündungen und sogar Tumorentstehung einhergeht. Besonders tückisch: Dieser Prozess beginnt nicht erst im hohen Alter – sondern oft schon in der Lebensmitte, getriggert durch chronische Überlastung, Schlafstörungen, stille Entzündungen, emotionale Dysregulation oder traumatische Erfahrungen.


Zahlreiche Studien belegen mittlerweile die enge Verbindung zwischen emotionaler Resilienz, sozialer Einbettung und immunologischer Fitness. Einsamkeit z. B. ist heute ein ebenso großer Risikofaktor für Herzinfarkt oder Schlaganfall wie Rauchen oder Diabetes – mit klar messbaren Entzündungsmarkern im Blut. Stresshormone wie Cortisol, chronisch erhöht, verändern langfristig die Funktion von T-Zellen, Mikrobiom und Hirnarealen für Emotionsverarbeitung. Und umgekehrt beeinflussen Immunmediatoren wie Interleukin-6 oder CRP direkt unsere Stimmung, Motivation und Wahrnehmung.


Eric Topol beschreibt in seiner Analyse „The Drivers of Age-Related Diseases“ (2025), wie sogenannte SASP-Proteine (senescence-associated secretory phenotype), die von alternden Immunzellen ausgeschüttet werden, nicht nur Entzündungsprozesse fördern, sondern auch mit neurokognitiven Störungen, erhöhter Krebsanfälligkeit und metabolischen Erkrankungen assoziiert sind. Dies bestätigt: Altern ist kein rein chronologischer, sondern ein immunologischer und emotionaler Prozess – und damit potenziell beeinflussbar.


Das SRPM-Modell – eine strukturierte Betrachtung der inneren Kommunikation

Im Rahmen meiner ärztlichen und therapeutischen Arbeit ist mir immer wieder aufgefallen, dass viele Patient:innen intuitiv spüren: „Da stimmt etwas nicht – aber ich kann es nicht genau benennen.“ Sie beschreiben eine Art inneres Missverständnis zwischen dem, was ihr Körper signalisiert, dem, was sie emotional empfinden, und dem, was ihr „Selbst“ daraus macht – sei es in Gedanken, Verhalten oder Entscheidungen. Genau hier setzt das SRPM-Modell an.

SRPM steht für Systemic Regulation of Partnered Minds – ein neu entwickeltes Framework, das den Menschen als innere Wohngemeinschaft (WG) begreift: Selbst, Körper und Seele als eigenständige Instanzen, die miteinander kommunizieren, kooperieren und in Dysbalance geraten können. Das Modell hilft, dieses Zusammenspiel sichtbar, reflektierbar und veränderbar zu machen – und damit nicht nur das Selbst besser zu verstehen, sondern auch andere. Ein Framework für mehr Empathie, Lebensqualität und Entwicklung.

Gerade im Bereich der Psychoneuroimmunologie zeigt sich, wie wichtig diese differenzierte innere Kommunikation ist: Wenn zum Beispiel der Körper über Entzündungssymptome spricht, aber das Selbst sie ignoriert – oder wenn die Seele durch emotionale Signale Alarm schlägt, aber vom Selbst als „überempfindlich“ abgetan wird. SRPM hilft, diese inneren Missverständnisse aufzudecken und wieder in Resonanz zu bringen – ein zentraler Schritt für nachhaltige Gesundheit und Heilung.

Ausblick: Von der Theorie zur Praxis

Die gute Nachricht: Psychoneuroimmunologische Prozesse sind beeinflussbar. Unsere Immunarchitektur ist kein statisches Schicksal – sie reagiert plastisch auf unsere täglichen Erfahrungen, Gewohnheiten und Beziehungen.

Ob über körperzentrierte Therapien, achtsamkeitsbasierte Methoden, soziale Integration, Resilienztraining oder gezielte Lifestyle-Anpassungen – die Kombination aus medizinischem Verständnis und individueller Selbstwahrnehmung öffnet neue Türen für Prävention, Therapie und persönliche Entwicklung.

Genau hier setzen die Inhalte der SSAAMP-Fortbildung an: evidenzbasiert, praxisnah und mit einem klaren Ziel – Gesundheit als aktiven Dialog zwischen Körper, Psyche, Umwelt und Selbst verständlich und gestaltbar zu machen.

Ich freue mich auf den 28.08.25 und den Netzwerkaustausch vor/während/nach der Fortbildung!

Simon Reichel

Vorstandsmitglied SSAAMP, Spezialist für allgemeine Innere Medizin und Gründer des SRPM-Konzepts

Donnerstag, 28. August 2025

Fach-Fortbildung im Seminar-Hotel Bocken, Horgen von 13.30 bis 17 Uhr

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Programm-Flyer

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HAARE / Hormonelle / Toxische, etc.

Fach-Fortbildung in Zürich am 18. September 2025

Veröffentlicht: 17. Juli 2025
Autor: Dr. med. Michael Wagener                

An diesem Nachmittag dreht sich alles um das Thema HAARE, auf die wir ja – sofern uns noch die Natur mit ihnen beglückt – nur ungern verzichten wollen. Dennoch sind, abgesehen vom genetisch bedingten frühzeitigen Haarverlust, viele Männer und Frauen im Laufe ihres Lebens von einem vorzeitigen diffusen oder lokalen Haarausfall betroffen. Unbestritten ist der hohe Leidensdruck, der damit einhergeht. Grund genug für die SSAAMP, sich mit diesem Thema intensiv zu befassen.

Unser erster Referent –Professor Dr. med. R. Trueb– ist ein Pionier in der Haardiagnostik und prägte jahrelang Spitzenforschung in der Dermatologie und speziell in der Trichologie am Universitätsspital Zürich. Ein international renommierter Fachmann gewährt uns Einblicke in den aktuellen Stand der Ursachenforschung und «State of the Art» Diagnostik der Haarerkrankungen.

Unser zweiter Referent- Dr. med. M. Weidmann – ist ein über Deutschland hinaus anerkannter Dermatologe-, der aktuell massgeblich an der Konzipierung und Umsetzung einer modernen «Haarsprechstunde» beteiligt ist. Er wird über bewährte und neue Therapien in der Behandlung des (frühzeitig bedingten) Haarausfalls bei Männern und Frauen sprechen. Es geht um systemische und lokale Therapien. Lokale Verfahren wie PRP und Mesotherapie in Verbindung mit neusten Lasertechnologien werden vorgestellt und kritisch beleuchtet. Auch der neue Hype der «Exosomen» wird zur Sprache kommen. Schlussendlich können auch Hormontherapien und möglicherweise unterstützende Nahrungsergänzungsmittel Eingang in ein sinnvolles Behandlungsprotokoll finden.

Es ist also angerichtet für einen spannenden Nachmittag, durch den Dr. med. Z. Akdogan und Dr. med. M. Wagener ein interessiertes Publikum begleiten werden.

Nach dieser Fortbildung kennen wir die effektivsten Verfahren und neusten Trends auf diesem Gebiet der Dermatologie. Kurzum: Uns erwartet eine spannendende Fortbildung, die alles andere als zum «Haare raufen» ist.

Fach-Fortbildung im Hotel St. Gotthard, Zürich von 13.30 bis 17 Uhr

  • HAARE am 18.9.2025
  • Orthomolekulare Medizin am 30.10.2025

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Programm-Flyer https://ssaamp.ch/wp-content/uploads/2024/11/Better-Aging-SSAAMP-Fortbildungen-2025.pdf

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Rückblick auf den SSAAMP Ärztekongress vom 17. Mai 2025 im Seedamm Plaza

Veröffentlicht: 5. Juni 2025
Autor: René Bläuer

Der Ärztekongress 2025 im Seedamm Plaza war ein voller Erfolg: 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie 30 innovative Firmenaussteller kamen am 17. Mai 2025 zusammen, um neueste Erkenntnisse aus Medizin, Wissenschaft und Praxis zu teilen. Die Veranstaltung bot eine hochkarätige Plattform für interdisziplinären Austausch, fundierte Fortbildung und aktives Networking.

Den Auftakt machte Dr. med. Simon Feldhaus, Präsident der SSAAMP, mit seinem richtungsweisenden Eröffnungsreferat und leitete über zu seinem „CHAPTER 1: Bakterien und Enzyme“. Er zeigte eindrucksvoll, wie zentral Mikrobiota und enzymatische Prozesse für Prävention und moderne medizinische Ansätze sind. Weitere spannende Beiträge im Chapter 1 folgten: Dr. med. Hellmut Münch beleuchtete die Rolle proteolytischer Enzyme im Immunsystem, während Dr. Uwe Peters mit „Den Darm jung halten – das Rätsel um den Mikrofilm“ neue Perspektiven auf das Altern und die Bedeutung des Mikrobioms eröffnete.

Im Chapter 2, unter der Leitung von Sybille Binder folgte das Thema «Lifestyle». Dr. Claas Hohmann, Ärztlicher Direktor des Buff Medical Resort, präsentiert die Prinzipien und Hintergründe der Modernen Mayr Medizin. Dr. med. Yael Adler ergänzte das Kapitel mit dem inspirierenden Vortrag „Die Haut ist, was sie isst“ – ein anschauliches Beispiel für den Zusammenhang zwischen Ernährung und Hautgesundheit.

Das Chapter 3 – Ästhetische Medizin stand unter dem Motto „Das geht unter die Haut“. Dr. med. PDD Liv Kraemer stellte unter dem Titel „Skin Longevity – Medizin-kosmetische Lösungen“ aktuelle Ansätze zur Hautverjüngung vor. Dr. med. Michael Wagener ergänzte den Themenblock, der durch eine lebhafte Diskussion abgerundet wurde.

Chapter 4 – Diagnostik bei Frauen 40+ stellte die Gesundheitsvorsorge in den Mittelpunkt: Dr. Laura Knabben eröffnete mit einem Überblick über empfohlene Vorsorgeuntersuchungen. Zum Chapter-Abschluss referierten Prof. Petra Stute und Dipl. Ing. Otto Knes über Hormondiagnostik im Zeitalter von KI – ein zukunftsweisender Beitrag zur personalisierten Medizin.

Ein besonderes Highlight war die begleitende Industrieausstellung: 30 namhafte Unternehmen präsentierten ihre neuesten Entwicklungen und Produkte. In den Netzwerkpausen bot sich viel Raum für persönliche Gespräche, fachlichen Austausch und neue Kooperationen.

Ein weiterer Höhepunkt: Die Verleihung des SSAAMP Science Awards. Bereits zum siebten Mal wurde der Preis vergeben – dieses Jahr an Dr. rer. nat. Sara Ruppen für ihre originelle Arbeit „Bier und Gesundheit“. Das eigens für die SSAAMP gebraute Gesundheitsbier «Hera» sorgte für einen genussvollen Abschluss.

Unser Fazit
Der Ärztekongress 2025 war ein inspirierender Treffpunkt für Wissen, Innovation und Austausch auf höchstem Niveau. Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden, Partnern und Gästen – und freuen uns bereits jetzt auf kommende Veranstaltungen!

z.B. auf den Kongress am Samstag, 16. Mai 2026 im Seminarhotel Bocken, Horgen

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Diagnostik bei Frauen 40+:

Zwischen Hormonen, Prävention und KI – was ÄrztInnen heute wissen sollten

Veröffentlicht: 15. April 2025

AutorInnen: Prof. Dr. Petra Stute (Inselspital Bern) und Otto Knes (SwissAnalysis AG)

Mit dem 40. Lebensjahr beginnt für viele Frauen ein neuer Abschnitt: hormonelle Veränderungen, erste Anzeichen des Klimakteriums, eine veränderte Stoffwechsellage sowie ein steigendes Risiko für chronische Erkrankungen stellen neue Anforderungen an eine individuelle und ganzheitliche medizinische Betreuung. Gleichzeitig schreitet die Entwicklung diagnostischer Methoden rasant voran – nicht zuletzt durch die Integration Künstlicher Intelligenz in der Labormedizin.

Die Session „Diagnostik bei Frauen 40+“ im Rahmen des SSAAMP-Kongresses 2025 nimmt sich dieser komplexen Thematik an. Unter der Leitung der erfahrenen Chairs Prof. Dr. Petra Stute (Inselspital Bern) und Otto Knes (SwissAnalysis AG) erwarten Sie praxisrelevante und interdisziplinäre Einblicke in aktuelle diagnostische Strategien für Frauen in der Lebensmitte.

Im Fokus stehen zwei zentrale Themenbereiche:

Hormondiagnostik im Zeitalter von KI

ReferentInnen: Petra Stute & Otto Knes

Hormondiagnostik gehört zum Kernbereich der individualisierten Medizin – insbesondere bei Frauen über 40. Doch welche hormonellen Veränderungen sind tatsächlich klinisch relevant? Welche Parameter sind sinnvoll zu bestimmen, und in welchem zeitlichen Zusammenhang? Und wie verändert der Einzug von KI-gestützten Analysen die Praxis? Petra Stute und Otto Knes diskutieren anhand aktueller Fallbeispiele, wie moderne Hormondiagnostik heute gestaltet werden kann – differenziert, evidenzbasiert und im Spannungsfeld zwischen innovativen Tools und klinischer Erfahrung.

Besonderes Augenmerk liegt auf:

  • der Interpretation von Estradiol-, FSH- und AMH-Werten im Perimenopause-Kontext
  • der Rolle von Cortisol, DHEA(S) und Schilddrüsenparametern bei chronischer Erschöpfung und Stress
  • dem Potenzial KI-gestützter Labordatenanalysen in der gynäkologischen Praxis
  • typischen Fehlerquellen und „Overdiagnosis“ in der Hormonanalytik

Empfohlene Vorsorgeuntersuchungen bei Frauen ab 40

Referentin: Dr. Laura Knabben, Spital Solothurn

Neben hormonellen Aspekten sind auch präventivmedizinische Empfehlungen bei Frauen ab 40 von zentraler Bedeutung. Dr. Laura Knabben gibt in ihrem Vortrag einen systematischen Überblick über aktuelle Leitlinien, Screening-Programme und evidenzbasierte Empfehlungen zur Vorsorge.

Diskutiert werden unter anderem:

  • sinnvolle zeitliche Intervalle für Mammografie, Zervixabstrich, Darmkrebsscreening
  • neue Entwicklungen im Bereich HPV-Testung und Brustbildgebung
  • individuelle Risikofaktoren und deren Einfluss auf das Screening-Intervall
  • die Bedeutung des persönlichen Gesprächs und der Anamnese in der Präventionsplanung

Die Session bietet eine wertvolle Gelegenheit, diagnostisches Wissen zu vertiefen, Unsicherheiten im Umgang mit hormonellen Beschwerden oder Vorsorgeempfehlungen zu klären und die Bedeutung von KI in der medizinischen Entscheidungsfindung kritisch einzuordnen.

Zielpublikum: Ärzt:innen aus Gynäkologie, Allgemeinmedizin, Endokrinologie sowie alle Fachpersonen mit Interesse an frauenspezifischer Präventions- und Labormedizin.

Merken Sie sich diese Session vor – für eine moderne, differenzierte und praxisnahe Diagnostik bei Frauen ab 40.

Der Fachkongress „LONGEVITY» am 17. Mai 2025 im Seedamm Plaza Pfäffikon

Chapter 1, Bakterien und Enzyme
Chapter 2, Livestyle / Fasten und Haut
Chapter 3, Das geht unter die Haut
Chapter 4, Diagnostik bei Frauen 40+

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Programm Kongress 17. Mai 2025         zu den Details

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Skin Longevity – Der Schlüssel zu gesunder und strahlender Haut

Veröffentlicht: 3. April 2025

Autor: Dr. med. Michael Wagener                


In der heutigen Beauty-Welt sehen und hören wir von vielen einzigartigen Ankündigungen und Versprechen, wie wir «ganz einfach» zu unsterblich schöner und möglichst lebenslang gesunder Haut gelangen. Häufig genug handelt es sich aber um kurzfristige Trends, die genauso schnell wieder verschwinden, wie sie gekommen sind.  Dass dieser Weg in einem Labyrinth häufig in einer Sackgasse endet, verschweigt uns die Werbung.


Im Chapter 3
Ausblick auf den Fachkongress „Longevity – Das geht unter die Haut» am 17.5.25

Aus wissenschaftlicher Sicht
Unsere Referentin und Autorin Dr. Liv Kraemer wird uns zu diesem Thema zielsicher durch diesen Irrgarten lotsen. Dabei wird sie ihr fundamentales Wissen auf diesem Gebiet wohldosiert an ihr Auditorium weitergeben. Praxisnahe Tipps und notwendiges Wissen über sinnvolle kosmetisch-medizinische Inhaltsstoffe zeugen von ihrem tiefen wissenschaftlichen Verständnis. Sie zeigt uns, wie wir eine holistische Hautpflege betreiben können, die mehr ist als die Behandlung akuter Hautprobleme. «Skin Longevity» bedeutet in diesem Sinn, dem Ziel einer gesunden und strahlenden Haut dauerhaft näherzukommen.

Zum Hype der Exosomentherapie
Im zweiten Vortrag wird Dr. Pierre Bonetti Klarheit in den neusten innovativen Hype der «Exosomentherapie» bringen.
Exosomen sind kleine membranumschlossene Vesikel, die von Zellen freigesetzt werden und eine wichtige Rolle in der Zellkommunikation spielen. In der ästhetischen Medizin gewinnen Exosomen zunehmend an Bedeutung.
Aber handelt es sich wirklich um die neue innovative Technologie, die eine messbare und sichtbare Verbesserung in der minimal-invasiven Ästhetik bringt? Bekannt ist, dass Exosomen Wachstumsfaktoren, Proteine und RNA enthalten, die die Zellregeneration fördern und die Heilungsprozesse von Hautgewebe unterstützen sollen. Weiterhin können Exosomen die Produktion von Kollagen und Elastin anregen, was ja ein gewünschter Effekt bei der Hautregeneration darstellt. Praktisch werden Exosomen injiziert, um das Hautbild zu verbessern und auch bei der Behandlung des Haarausfalls zeichnet sich dadurch eine neue Behandlungsoption ab.
Aber was ist überhaupt erlaubt? Woher stammen die Exosomen, die wir in der Ästhetik anwenden wollen? Aus Pflanzen und aus körpereigenen Zellen? Und wie sicher in der Anwendung und verträglich sind sie?

Viele interessante Fragen, auf deren Antwort wir am Kongress im Mai gespannt warten: Also es ist angerichtet für ein spannendes Chapter 3, was nicht nur die ästhetisch tätigen KollegInnen unter uns begeistern dürfte.


Der Fachkongress „LONGEVITY» am 17. Mai 2025 im Seedamm Plaza Pfäffikon

Chapter 1, Bakterien und Enzyme
Chapter 2, Livestyle / Fasten und Haut
Chapter 3, Das geht unter die Haut
Chapter 4, Diagnostik bei Frauen 40+

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Programm Kongress 17. Mai 2025           https://ssaamp.ch/wp-content/uploads/2025/03/Longevity-Gesund-Leben-Kongress-Mai-2025-SSAAMP.pdf

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Proteolytische Enzyme

Veröffentlicht: 27. Februar 2025
Autor: Dr. med. Simon Feldhaus

Enzyme sind spezielle Eiweissmoleküle, deren Besonderheit darin besteht, dass sie als Katalysatoren fungieren. In dieser Eigenschaft steuern sie sämtliche biochemischen Reaktionen im Körper, in dem sie einzelne Stoffwechselprozesse entweder hemmen oder beschleunigen. Sie sind an nahezu allen Reaktionen im menschlichen Körper maßgeblich beteiligt und sorgen für einen geregelten Ablauf der Stoffwechselvorgänge. Zelluläre Reaktionen, die ohne katalytische Wirkung der Enzyme Minuten oder Stunden bräuchten, laufen unter Enzymbeteiligung in Sekunden oder Minuten ab. Sie arbeiten, indem sie die Aktivierungsenergie für die Reaktion herabsetzen.

Ein Ausblick auf den Fachkongress „Longevity» am 17.5.25

Schon die Naturvölker in Afrika, Asien, Australien und Amerika benutzten natürliche Enzymquellen wie den Saft des Feigenbaumes, das Fleisch der Papayafrucht oder die frische Ananas für Wundauflagen, um offene Geschwüre oder Verletzungen besser und schneller heilen zu lassen. Sogar in der Bibel, im 2. Buch der Könige, wird von der Heilung des krebskranken König Hiskia durch ein Feigenpflaster berichtet.

Beinahe alle Reaktionen der Zelle brauchen die Unterstützung von Enzymen, um schnell genug oder um überhaupt stattzufinden. Wie grundsätzlich alle Katalysatoren werden Enzyme dabei selbst nicht verbraucht und verändern auch das Reaktionsgleichgewicht nicht. Man kennt bislang ca 4000 Enzyme und Reaktionen, die von diesen beschleunigt werden. Um sämtliche Körperzellen ein Leben lang gesund zu halten, ist die Anwesenheit unzähliger aktiver Enzyme erforderlich, von denen der grösste Teil vom Körper selbst gebildet wird.

Neu gebildete Enzyme sind jedoch zu Beginn noch nicht aktiv. Sie werden erst aktiviert, wenn ihre Dienste benötigt werden, durch wiederum speziell darauf geschulte sogenannte Coenzyme. Da diese Coenzyme dabei verbraucht werden müssen sie immer wieder neu synthetisiert werden, was mit Hilfe diverser Vitamine und Spurenelemente passiert.

Enzyme können Kohlenhydrate oder Fette abbauen, ermöglichen die Energiegewinnung in tierischen oder pflanzlichen Zellen, sind an Translation, Transkription oder DNA-Replikation beteiligt und wirken in Teilgebieten des Immunsystems.
Das Wirken von Proteinasen, Glykosidasen, Lipasen und Nukleasen sowie Lactase sorgt dafür, dass Nahrung für uns verwertbar wird.
Im Darm wirken Enzyme wie Lactase oder verschiedene Proteinasen, um die vorverdauten Zucker und Proteine weiterzuverarbeiten, bis Aminosäuren oder Einzelzuckermoleküle wie Glukose vorliegen.
Lipasen zerlegen im Dünndarm Nahrungsfette in Fettsäuren und 2-Monoglycerid, die die Dünndarmwand passieren können. In Dickdarm und Mastdarm wird dann hauptsächlich noch Wasser aufgenommen.
Die Enzymzufuhr über enzymatisch aktive Lebensmittel stellt für gesunde Menschen eine ausgezeichnete Möglichkeit dar, die Gesundheit zu unterstützen und weiterhin zu erhalten. Für erkrankte Menschen reicht die über Nahrung aufnehmbare Menge an Enzymen, oft jedoch nicht aus.

In dieser Situation ist der Bedarf des Körpers an aktiven Enzymen enorm hoch, so dass für Betroffene zusätzlich zur enzymreichen Ernährung und in Absprache mit einem versierten Therapeuten eine systemische Enzymtherapie sehr zu empfehlen ist.

Dabei werden Enzyme in Form entsprechender oraler Präparate zugeführt und diese können dann dazu beitragen, einen Enzymmangel zu kompensieren, einzelne Komponenten des Immunsystems zu aktivieren, sowie einen intakten zellulären Stoffwechsel aufrecht zu halten.
Gerade bei Patienten mit rheumatischen Beschwerden oder ernährungsbedingten Mangelzuständen kann eine Substitution von Enzymen dazu beitragen, Stoffwechsel und Immunsystem zu unterstützen und mithelfen, dass physiologische Reaktionen wieder gerichtet ablaufen können.
Bei dieser systemischen Enzymtherapie kommen ausgewogene und hoch dosierte Enzympräparate mit guter Bioverfügbarkeit zum Einsatz.
Sie unterstützt und moduliert die natürliche Reaktion des Immunsystems, so dass Entzündungsprozesse schneller ablaufen und abheilen können und ist ein wissenschaftlich belegtes Therapieverfahren.

Die Bezeichnung „systemisch“ bedeutet, dass die Enzyme nicht etwa ausschliesslich im Verdauungssystem, sondern im ganzen Organismus und hier insbesondere im Blut und im Gewebe wirken. Die Enzymgemische gelangen über die Blutbahn in sämtliche Körperbereiche und können so ihre positive Wirkung entfalten. In der Regel werden pflanzlichen Enzyme wie Bromelain (aus dem gemahlenen Strunk der Ananas) und Papain (aus dem Saft unreifer Papayas) sowie Enzyme tierischen Ursprungs, wie Trypsin (aus Schweinepankreas), Chymotrypsin (aus Rinderpankreas) und Pankreatin (aus der Bauchspeicheldrüse von Schweinen oder Rindern) verwendet.
Die Enzyme haben unterschiedliche Wirkungen und wirken synergistisch. Bromelain zeigt eine entzündungshemmende und antimetastatische Wirkung. Daher trägt es erheblich zur Stärkung des Immunsystems bei. Zudem fördert Bromelain die normale Fliessfähigkeit des Blutes, indem es den Abbau von Fibrin unterstützt.
Papain wiederum wirkt antioxidativ, entzündungshemmend und antibakteriell. Darüber hinaus hat es eine schmerzlindernde Wirkung und beschleunigt die Wundheilung. Zudem ist es in der Lage, Immunkomplexe die zur Entstehung von Autoimmunerkrankungen beitragen können, zu spalten. Ebenso wie Bromelain unterstützt auch Papain den Abbau von Fibrinen. Trypsin und Chymotrypsin sind wichtige Verdauungsenzyme und auch in der Lage Immunkomplexe aufzulösen. Darüber hinaus wirken sie entzündungs- und schmerzhemmend.

Da verschiedene Enzymarten eigene spezielle Wirkung auf verschiedene Regulationsbereiche im Organismus ausüben ist eine Kombination von pflanzlichen UND tierischen Enzymen unbedingt erforderlich.
Ein besonderes Enzym ist das Lysozym. Das Lysozym ist ein Enzym, das die Zellwände von Bakterien spalten kann. Lysozym kommt von Iysis = auflösen und zym, weil es ein Enzym ist. Es wirkt noch ehe die Bakterien in den Organismus eindringen können. So ist es zum Beispiel in Tränenflüssigkeit enthalten und schützt unsere Augen. Zur Einnahme in Enzympräparaten wird es aus Hühnerei gewonnen da es dort in hohen Konzentrationen vorkommt.
Lysozym ist ein wichtiger Bestandteil des angeborenen Immunsystems und weist starke antimikrobielle Aktivitäten gegen bakterielle, mykotische und virale Krankheitserreger auf . Es schützt vor Infektionen, wirkt als natürliches Antibiotikum und verstärkt die Wirksamkeit anderer Antibiotika, während es gleichzeitig das Immunsystem stärkt.

Für die systemische Enzymtherapie gibt es viele Einsatzgebiete, von denen einige nun exemplarisch kurz dargestellt werden.

Behandlung von viralen Infektionen

In einer Studie konnte die systemische Enzymtherapie in der Behandlung von Patienten mit chronischer Hepatitis B in der Replikationsphase eine gute Wirkung erzielten . Einsatz bei onkologischen Patienten. Im Bereich der komplementären Onkologie werden oral verabreichte Enzyme als zur Begleitbehandlung zur Standardtherapie verabreicht.
Diverse Studien und Anwendungsbeobachtungen konnten die Wirkung von Enzymmischungen sowohl in der Langzeitbehandlung bei Tumoren als auch begleitend zur herkömmlichen Chemo- oder Strahlentherapie nachweisen.
Als Begleittherapie vermindern Enzyme mögliche Nebenwirkungen der konventionellen Krebstherapie erheblich und verbessern somit die Lebensqualität der Krebspatienten. Auch ein bremsender Effekt auf die Metastasenbildung war erkennbar.

Zusammenfassend lassen sich Enzyme optimal verwenden zur unterstützenden Behandlung für Erwachsene bei:

  • Venenentzündung (Thrombophlebitis)
  • Systemische Entzündungen, wie z.B:
    Entzündungen im HNO-Bereich und der Atmungsorgane
    Entzündungen der Harn- und Geschlechtsorgane
    Entzündungen bei rheumatischen Erkrankungen
    Entzündungen nach Verletzungen, wie Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen
    Entzündungen der Haut, wie Verbrennungen, Verletzungen, Operationswunden, Beingeschwüre
    Ödeme entzündlichen Ursprungs
    • Entzündungen nach Strahlenbehandlung
  • Durchblutungsstörungen

Die systemische Enzymtherapie bietet also in vielen therapeutischen Bereichen eine hervorragende Option zur Ergänzung integrativer Behandlungsansätze. Zentraler Fokus liegt in der antientzündlichen Wirkung sowie allgemein in der Spaltung von Eiweissbrücken.
Nebenwirkungen sind bei fachgerechter Anwendung sehr selten, die Verträglichkeit sehr gut. Entscheidend ist die Qualität der Produkte im Sinne ausreichender Bioverfügbarkeit und Enzymaktivität sowie einer Mischung aus pflanzlichen und tierischen Enzymen.

Kommen Sie zum Kongress der SSAAMP am 17.5.25 und erfahren noch mehr zu diesem Thema.

Der Fachkongress „Longevity» am 17.5.25

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Literatur

Bairoch, The Enzyme Database in 2000, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC102465/

Auswirkungen der komplementären Anwendung oral verabreichter Enzyme auf die Behandlungsergebnisse bei Patientinnen mit Brustkrebs
Josef Beuth et al

Eisen, das umstrittenste Element: Chancen und Risiken

Veröffentlicht: 13. Februar 2025
Autor: Dr. med. John van Limburg Stirum

Eisen ist das am kontroversesten diskutierte Mineral in der medizinischen Praxis. Trotz seiner zentralen Bedeutung für ca. 200 verschiedene biologische Reaktionen u.a. für die Energieproduktion und den Sauerstofftransport, bleibt die Behandlung eines Eisenmangels häufig unzureichend, insbesondere bei der Entscheidung, ob Eiseninfusionen verabreicht werden sollten. Während viele Frauen im Menstruationsalter und Vegetrier:innen unter Eisenmangel leiden und trotz oraler Präparate nur unzureichend versorgt sind, scheuen viele Ärzte den Einsatz von Infusionen – meist aus Angst vor einer potenziellen Eisenüberladung oder ernsthaften Nebenwirkungen. Die Folge ist, dass viele Betroffene unbehandelt und unzureichend versorgt bleiben und deshalb mit ihren chronischen Beschwerden wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit und verminderter Leistungsfähigkeit, leben müssen.

Warum Eiseninfusionen sinnvoll sein können

Orale Eisenpräparate bringen häufig nicht die gewünschte Wirkung, vor allem aufgrund begrenzter Bioverfügbarkeit und unangenehmer gastrointestinaler Nebenwirkungen. Studien und Praxisbeobachtungen zeigen, dass Patienten, insbesondere Frauen, bei tiefen, aber noch „normalen“ Eisenwerten oft mit einer intravenösen Therapie besser versorgt werden können.

Optimalbereich vs.Referenzbereich

Ein weiteres Hindernis in der Eisenbehandlung ist die grosse Varianz der Referenzbereiche. Während einige Labore Ferritinwerte unter 30 µg/l als kritisch ansehen, gelten bei anderen Laboren erst Werte unter 15 µg/l als behandlungsbedürftig. Diese Spannbreite führt ebenfalls dazu, dass Patienten, die unter typischen Eisenmangelsymptomen leiden, keine Behandlung erhalten, wenn ihre Werte im tiefen Normalbereich liegen. Der Fokus sollte daher stärker auf eine symptombasierte Diagnose und die Berücksichtigung von individuellen Patientenbedürfnissen gelegt werden.

Praxisstudie

In der Seegarten Klinik wurde eine Eisen-Praxisstudie mit 136 symptomatischen Patienten durchgeführt. Die Patienten litten hauptsächlich unter chronischer Müdigkeit, Depressionen, Kopfschmerzen und Haarausfall. Von diesen hatten 108 Patienten „normale“ Ferritinwerte über 15 µg/L und 24 sogar über 50 µg/L. Sie erhielten Eiseninfusionen (maximal 200 µg pro Infusion) mit einem Ziel-Ferritinwert von 150 µg/L.

Von den 108 behandelten Patienten berichteten 74 über eine gute bis sehr gute Verbesserung (bzw. Heilung) ihrer Symptome, was einem Erfolg von 68,52 % entspricht. Unter strikter Berücksichtigung der Normbereiche hätten diese Patienten keine Hilfe erhalten, wären teilweise als „psychisch“ abgestempelt worden oder hätten Antidepressiva verschrieben bekommen.

Diese Erfahrung zeigt einmal mehr, dass bei Patientenbeschwerden mehr als nur die Standard-Referenzwerte berücksichtigt werden sollten. Jeder Mensch hat seinen individuellen Optimalbereich.

Die Fachfortbildung „Eisen, das umstrittenste Element“

24. April 2025 / Nachmittag / im St. Gotthard Zürich

In der Fortbildung „Eisen, das umstrittenste Element“ werden Sie die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Eisenstoffwechsel und den therapeutischen Nutzen von Eiseninfusionen kennenlernen. Die Referenten werden praktische Beispiele und Fallstudien vorstellen, die veranschaulichen, wie Eiseninfusionen gezielt und sicher eingesetzt werden können. Zusätzlich erhalten Sie einen umfassenden Überblick über notwendige Laboranalysen und die Interpretation von Ferritin- und Hämoglobinwerten sowie neue Hinweise zur Messung des Säure-Basen-Haushalts und dessen Relevanz in der Therapie.

Der Fachkongress „Longevity» am 17.5.25

Melden Sie sich jetzt zur Kongressteilnahme an und erweitern Sie Ihr Wissen – für eine sichere und gezielte Anwendung von Eiseninfusionen und eine optimierte Versorgung Ihrer Patienten.

Programm Kongress 17.5.25            

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Livestyle / Fasten und Haut

Veröffentlicht: 12. Februar 2025
Autorin: Sybille Binder

Dass Lebensstil nicht nur unsere Gesundheit, sondern auch den Alterungsprozess beeinflusst, ist heute allgemein bekannt und immer mehr durch wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigt. Diese Erkenntnisse werden zunehmend auch von der medizinischen Fachgesellschaften anerkannt.
Ein wichtiger Faktor des Alterungsprozesses ist auch unsere Hautalterung. Lange Zeit wurde nur über Einflussfaktoren von aussen gesprochen und informiert. Durch Auftragen von Nährstoffen durch Produkte der Kosmetik und Dermatologie aber auch durch invasive Eingriffe wie Spritzen wurde der Hautstoffwechsel unterstützt und der natürlichen Hautalterung entgegengewirkt.

Ein Ausblick auf den Fachkongress „Livestyle / Fasten und Haut» am 17.5.25

Die Frage stellt sich, wann sind welche Alterungsprozesse der Haut «normal»?
Dass die Haut ein Stoffwechselorgan wie andere Organe des Körpers ist, ist bekannt, es wurde aber lange nicht über die innere Ernährung gesprochen. Die Haut ist ein Resultat unserer Ernährung, das heisst der Nährstoffe. Ihr Auf- und Abbau sowie Hautveränderungen sind durch verschiedene Ernährungsmassnahmen beeinflussbar.

Im Referat wird Frau Dr. Yael Adler https://dradler-berlin.de/  die bekannte Dermatologin über die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Ernährung auf die Qualität und Alterung der Haut sprechen. Gerade Fette und Genussmittel haben einen starken Einfluss auf den Hautstoffwechsel und deren Alterung. Nicht alle Nahrungsmittel, die als gesund angepriesen werden, sind auch wirklich günstig für die Entwicklung. Yael Alder zeigt auf, wie eine hautgesunde Ernährung aussieht und dass nicht nur Supplemente und Kosmetika eingesetzt werden können.

Auch Fasten beeinflusst den Hautstoffwechsel, so werden Stoffwechselendprodukte, die der Körper während des Fastens ausleiten möchte, auch über die Haut ausgeschieden, was sich in Form von Schwitzen, Körpergeruch, Irritationen wie Brennen oder Jucken zeigen kann.

Über das Fasten vor allem das Fasten nach FX Mayer und dessen Entwicklungen spricht Dr.med. Claas Hohmann https://www.fxmayr.com/ . Er hat als Arzt die Fachfortbildung als FX Mayr gemacht und ist Leiter dieser Gesellschaft. Es waren Ärzte wie FX Mayr, welche die Forschung der Fastenergebnisse unterstützt haben. Fasten «trainiert» den Stoffwechsel und das Immunsystem, was heute auch als Xenoautophagie bezeichnet wird. Weiter wird diskutiert, dass Fasten die Telomehrverlängerung positiv beeinflusst.
FX Mayr stellte die Hypothese auf, dass nicht nur Fasten sondern vor allem die durch Sanierung“ des Darmes viele Krankheiten vermieden oder verbessert werden können. Dies durch leicht verdauliche und monotone Ernährung – bestehend aus Milch und Semmeln. Aber nicht nur das Essen sondern das Kauen waren wichtige Pfeiler in der Kur sowie die bekannten Darmmassagen und die Darmspühlungen (Colonhydrotherapie). Diese Therapieansätze haben sich immer wieder als sehr wirkungsvoll bewiesen. Wie andere medizinische Fachgebiete hat auch das Fasten sich im Laufe der Jahre entwickelt und wird immer wieder neuen Erkenntnissen angepasst. Freuen Sie sich auf diese beiden Beiträge im Sinne der SSAAMP Philosophie.

Der Fachkongress „LONGEVITY, Livestyle / Fasten und Haut» am 17. Mai 2025 im Seedamm Plaza Pfäffikon

Melden Sie sich jetzt zur Kongressteilnahme an und erweitern Sie Ihr Wissen – für eine sichere und gezielte Anwendung / Umsetzung.

Programm Kongress 17.5.25   

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Mikrobiom – zentral für unsere Gesundheit

Veröffentlicht am: 30. Januar 2025
Autor: Dr. med. Simon Feldhaus

Der Volksmund kennt das Sprichwort „die Gesundheit des Menschen liegt im Darme verborgen“. Und schon Paracelsus sagte: „Der Tod sitzt im Darm“.

Der Dünndarm wie der Dickdarm werden von über 400 verschiedenen Bakterienstämmen besiedelt, wobei die mikrobielle Besiedlung der einzelnen Abschnitte im Gastrointestinaltrakt sehr unterschiedlich ist.

Magen und Zwölffingerdarm sind noch relativ keimarm. Im Dünndarm nimmt die Artenvielfalt und die Zahl der Mikroorganismen ständig zu, wobei anaerobe Florabestandteile immer stärker in den Vordergrund treten. Im Dickdarm schließlich werden die höchsten Bakterienkonzentrationen erreicht. Gut ein Drittel der gesamten Stuhlmasse besteht aus abgestoßenen Darmbakterien.

Ein Ausblick auf den Fachkongress „Longevity» am 17.5.25

Zwischen den Darmbakterien und dem Mensch besteht eine Gemeinschaft mit gegenseitigem Nutzen (Symbiose).

Unverdauliche Nahrungsbestandteile wie Pflanzenfasern werden von den Darmbakterien aufgeschlossen und verwertet. Die Abbauprodukte fördern das Wachstum der Mikroorganismen und dienen ihnen zur Energiegewinnung. Aber auch der Mensch profitiert von ihren Fähigkeiten: Die beim bakteriellen Abbau von Kohlenhydraten im Dickdarm entstehenden kurzkettigen Fettsäuren (z.B. Buttersäure) dienen dem Schleimhautepithel des Dickdarms als Energiequelle. Auch beteiligen sich die Darmbakterien bei der Entsorgung von Fremd- und Schadstoffen. Die im Dickdarm entstehenden Endprodukte des bakteriellen Stoffwechsels wie Gase (Schwefelwasserstoff, Wasserstoff, Methan) oder andere nicht weiter verwertbare Reste werden mit dem Stuhl ausgeschieden.

Weiterhin wird die Peristaltik des Darmes durch ihre vielfältigen Stoffwechselaktivitäten gefördert, was für eine raschere Entsorgung des Darminhaltes sorgt und so eine Obstipation verhindert.

Probiotische Massnahmen führten in Studien zu einer Reduktion des Stresshormons Cortison und zu einer vermehrten Aktivität der GABA-Rezeptoren im ZNS. Darmbakterien modulieren die Neurotransmitteraktivität, so dass faszinierende Möglichkeiten entstehen, mit mikrobiell basierten Strategien stressassoziierte, psychiatrische Störungen wie Ängstlichkeit und Depression zu beeinflussen.

Allerdings kann diese Beeinflussung auch vom Gehirn in Richtung Darmflora verlaufen. Chronischer Stress führt zu einer Reduktion vor allem der Lactobazillen und zur Freisetzung von Histamin im Darm. Dies kann zu ausgeprägten Verdauungsstörungen wie Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen führen.

Etwa 80 Prozent des zellulären Immunsystems des Körpers befinden sich als Peyer’sche Plaques unter der Darmschleimhaut. Zudem werden hier täglich 12 bis 14 Gramm spezifische Eiweisse wie beispielsweise die Immunglobuline produziert.

Die Immunantwort wird durch die Bildung verschiedener pro- und antientzündlicher Botenstoffe koordiniert.

Letztendlich fungieren die Darmbakterien als lebenslanger Trainings- und Kommunikationspartner für das Immunsystem.

Dieser ständige Informationsaustausch lehrt die immunkompetenten Zellen, zwischen unerwünschten Eindringlingen und den körpereigenen nützlichen Bakterien zu unterscheiden, sodass Fremdkeime rasch eliminiert werden können, während gegenüber den eigenen Bakterien eine immunologische Toleranz entsteht. Somit werden überschiessende immunologische Reaktionen, die den Organismus überfordern könnten, verhindert.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Darm, um all seine Aufgaben korrekt ausführen zu können, notwendigerweise braucht:

• eine intakte bakterielle Besiedelung des Darmes (intestinale Mikroflora)

• eine ausreichende Bildung von Mucosaschleim und sekretorischem Immungloblin A (sIgA) sowie


• eine unversehrte intestinale Epithelzellschicht.

Die praktische Konsequenz dieser Erkenntnisse liegt nun darin generell eine hohe Diversität im Darm zu erhalten und zu fördern. Dafür sollte bei der Ernährung grundsätzlich auf eine vielseitige und an verschiedenen Ballaststoffen reiche Kost geachtet werden.

Die Anwendung von Antibiotika muss auf das geringstmögliche Maß beschränkt werden und begleitend zu jeder nicht vermeidbaren antibiotischen Intervention sollten gezielte Maßnahmen zur Schadensbegrenzung betrieben werden.

Therapeutische Konsequenzen bestehen dann darin, die Störungen im Milieu sowie bei der Zusammensetzung der Darmflora zu korrigieren.

Präbiotika und probiotische Bakterienstämme nach den Bedürfnissen des Patienten individuell zu kombinieren ist die neueste Version der Mikrobiomtherapie. Die Auswahl der Komponenten beruht auf dem Beschwerdebild, Befunden von Mikrobiom und ergänzenden Parametern sowie An­gaben von Alter und Körpergewicht. Aufgrund der vorhandenen Daten erfolgt ein Abgleich mit vorhandenen Studien. Ermittelt wird so eine Mischung aus Präbiotika und pro­biotischen Stämmen in einer optimalen Dosierung, die für die individuelle Fragestellung eines Patienten am besten geeignet sind.

Wer seinen Darm und die darin lebenden Bakterien gesund erhält, schafft die besten Voraussetzungen auch den Körper und die Seele gesund zu erhalten.

Am Kongress der SSAAMP im Mai 2025 werden wir ein Topic auf dieses Thema setzen.

Der Fachkongress „Longevity» am 17.5.25

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Better-Aging und Medizinische Ästhetik am 19. Jahreskongress vom 11. Juni 2022

Im Zeichen des persönlichen Austauschs

Der Jahreskongress der SSAAMP konnte endlich wieder in einem freundlichen, entspannten Rahmen stattfinden. Über 200 Teilnehmende folgten der Einladung ins Zürcher Metropol und die SSAAMP konnte erneut ihre kompetente Position zeigen: Renommierte Referenten präsentierten eine Vielfalt hochaktueller und relevanter Themen aus der funktionellen Medizin, Zahnmedizin, Endokrinologie sowie Umweltmedizin. Dazu stellten gegen 30 Aussteller aktuellste Produkte und Dienstleistungen aus den Bereiche Prävention, Therapie oder Labor vor. Die Pausen zwischen den Fachvorträgen wurden jeweils intensiv für den Austausch und die Netzwerkpflege genutzt.

Ein klares Bedürfnis

Nach dem Eintreffen der zahlreichen Gäste machte Präsident Dr. med. Simon Feldhaus gleich in seiner Begrüssungsansprache klar, wie wichtig der aktive persönliche Austausch für den Menschen ist. Auch im Better-Aging bildet der gesellschaftliche Kontakt einen entscheidenden Faktor. Weiter betonte er die Wichtigkeit, ständig wiederkehrende Irrglauben in der Medizin konsequent zu hinterfragen und immer wieder gedanklich über den berühmten Tellerrand hinauszuschauen.

Mit einem spannenden Vortrag zur Diversität und Individualität der Bakterien im Darm wurde das Programm im grossen Vortragssaal eröffnet. Dann erläuterte der deutsche Wissenschaftler Stefan Hockertz das Thema «Arzneimittel im Trinkwasser» und die Tatsache, dass die Problematik zwar bereits zu Beginn des neuen Jahrtausends erkannt wurde, aber noch keine konkrete Lösung zur Verfügung steht. Referate aus dem Themenkomplex Schmerz und Hormone brachten ebenso interessante Erkenntnisse wie diejenigen aus der Zahnmedizin oder aus dem Gebiet Umwelt und Medizin. Die Referate im grossen Saal boten während des ganzen Tages eine wahre Quelle fachspezifischer Informationen sowie erfrischender Denkanstösse.

Spezialbereich: Medizinische Ästhetik

Die Harmonie aus Geist und Körper prägt die moderne Anti-Aging-Medizin. Die medizinische Ästhetik stärkt Zufriedenheit und Selbstbewusstsein. Richtig eingesetzt, werden nicht nur sichtbare Verbesserungen erzielt, sondern auch das allgemeine Lebensgefühl nachhaltig angeregt. Im kleinen Saal wurden die Möglichkeiten und Grenzen der Sexualsteroide in der Ästhetischen Medizin, die Stammzellenaktivierung sowie die Bewahrung der Hautstruktur thematisiert.

Auf die neuen Erkenntnisse aus den Fachvorträgen folgte eine moderierte Diskussion, welche sich mit der Umsetzung befasste, wie die Haut möglichst lange jung gehalten werden kann. Der kleine Saal war zu jeder Zeit bis auf den letzten Platz und sogar darüber hinaus besetzt. Alle Teilnehmenden konnten bedeutungsvolle Einsichten sowie relevante Perspektiven für die tägliche Praxis mit nach Hause nehmen.

De Auszeichnung des Jahres

Vor der kulinarischen Netzwerkpause über Mittag folgte ein weiterer Höhepunkt: Die Verleihung des Science-Awards. Damit unterstützt die SSAAMP alljährlich herausragende Forschungsarbeit in den Bereichen Anti-Aging und Prävention. Die kompetente Fachjury zeichnete in diesem Jahr eine weitere beispielhafte Wissenschaftlerin aus. Mit ihrer Arbeit «Cognitive health after menopause: Does menopausal hormone therapy affect it?» überzeugte Dr. med. Sabrina Baumgartner aus Zürich die Expertinnen und Experten der SSAAMP. Auf der Bühne des grossen Saals durfte die ambitionierte Spezialistin unter anerkennendem Applaus den Science-Award, der 2022 bereits zum fünften Mal verliehen wurde, in Empfang nehmen.

Dr. med. Simon Feldhaus, Dr. med. Sabrina Baumgartner, Prof. Dr. med. Petra Stute

Jubiläumskongress im Jahr 2023

Seit seiner Gründung setzt sich der Fachverband SSAAMP, die Swiss Society for Anti Aging Medicine and Prevention, für die Erhaltung der Lebensqualität bis ins hohe Alter ein. Immer mehr Fachkräfte beschäftigen sich eingehend mit der gezielten Behandlung der altersabhängigen Erkrankungen und der degenerativen Prozesse. Die SSAAMP fördert gezielt präventiv orientierte Therapien, die auf der Grundlage anerkannter Methoden der Medizin sowie der laufend erweiterten wissenschaftlichen Forschung basieren.

Im kommenden Jahr wird der richtungsweisende Jahreskongress der SSAAMP zum 20. Mal durchgeführt. Präsident Dr. med. Simon Feldhaus versprach für den Jubiläumsanlass ein besonders facettenreiches Potpourri spannender Fachvorträge, packend präsentiert von noch mehr namhaften Referentinnen und Referenten. Der Kongress wird deshalb 2023 an einem besonderen Standort inszeniert werden: Dem wunderschönen Seminarhotel Bocken bei Horgen am Zürichsee. Hier bietet sich noch mehr Raum für ein gehaltvolles Programm sowie eindrückliche Präsentationen in einem ansprechenden Umfeld – mitten im Grünen und nicht weit von Zürich.

Zugelassen sind nicht nur die Mitglieder der SSAAMP allein – auch externe Gäste oder Studenten sind herzlich willkommen und können von inspirierenden Referaten und einem fachspezifischen Rahmenprogramm profitieren. Anmeldungen zum Frühbucherpreis sind bereits heute möglich.

Swiss Society for Anti Aging Medicine and Prevention
Haldenstrasse 1, 6342 Baar, http://www.ssaamp.ch